Die Entwicklung von Manga
Das Konzept des Mangas hat seine Wurzeln in Japan, wo bereits im 12. Jahrhundert Bilderbücher und Karikaturen verwendet wurden, um Geschichten zu erzählen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Kunstfunktion des Comics immer weiter, bis hin zur modernen Form von Manga, wie wir sie heute kennen.
Im 19. Jahrhundert manga-casinos.com.de wurde die westliche Comicliteratur nach Japan eingeführt und fand dort großen Anklang bei der Jugend. Die japanische Kultur jedoch bestimmte den Weg für eine eigene Entwicklung dieser Kunstform und verband sie mit der Tradition des Geschichtenerzählens.
Die Definition von Manga
Manga bezeichnet in erster Linie die Bilderbücher oder Comics, die nach japanischem Vorbild produziert werden. Die Bezeichnung wird jedoch auch für das gesamte japanische Comic-Fach verwendet und umfasst verschiedene Genres wie Action-Adventure-Mangas (Shonen), Romance-Comedien (Josei) und Abenteuer-Mangas (Seinen).
Eine typische Manga-Seite enthält eine Handlung, die durch ein Muster von Paneeleinstellungen bestimmt wird. Diese Einheit besteht aus einer oder mehreren Bilderfolgen, oft mit einem Hauptcharakter in der Mitte. Die Poesie und Farbe sind zwar nicht immer gleichbedeutend mit dem westlichen Verständnis des Comics, aber beide Aspekte werden stets mit Bedacht verwendet.
Einfluss von Anime
Manga ist eng verbunden mit einer anderen japanischen Kunstform: der Animation (Anime). Viele Mangas wurden in den Jahren nach ihrer Erstveröffentlichung auch als Anime-Filme oder -Serien umgesetzt. Dieser Übergang zwischen Comic und Film beruht auf der kulturellen Überzeugung, dass beide Medien gleichwertig sind.
Zusammen mit dem Einfluss von Anime wurden Mangas zunehmend in aller Welt bekannt, so dass ihr Ruf über das Gebiet hinausgegangen ist. Trotz des großen internationalen Ruhms wird die Kunstfunktion jedoch auch in Japan immer wieder kritisch gesehen.
Typologien und Genres
Manga-Veröffentlichungen können je nach Zielgruppe (Alter) unterteilt werden: Shonen, Josei und Seinen sind die bekanntesten Bezeichnungen für drei unterschiedliche Altersstufen. Der größte Teil der Mangas, insbesondere die Populärsten in Westeuropa, gehören jedoch dem Shonen-Typus an.
Weitere Untergliederung ist durch Themen möglich: Science Fiction (S-F-Mangas), Fantasy (Fantasy-Mangas) und Action-Abenteuer sind Beispiele. Diese Einteilungen können sich oft überlappen.
Manga in der westlichen Welt
Im Westen, besonders in Europa, entwickelte sich eine eigene Subkultur um Mangas herum. Das Interesse an dieser Kunstform wuchs rapide und wurde von dem japanischen Einfluss stark geprägt. Mit jeder neuen Generation schien das Interesse nachzulassen.
Bereits im frühen 20. Jahrhundert wurden erste Comics in Japan importiert. Es dauerte jedoch bis zur zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts, ehe sich eine bedeutende Zahl westlicher Leser für Mangas interessierte und eine eigene Szene um dieses Thema entstand.
Der Einfluss von Manga auf andere Kunstformen
Die kulturelle Präsenz der Komik hat in Japan viele verschiedene Aspekte hervorgebracht. Neben dem Anime und dessen Übergang zum Film führte auch die Literatur Entwicklung zu neuen Erfindungen, wie der Erschaffung der Grafischen Romanze (Manga-novel). Diese Art von Comic-Literatur ist einzigartig in ihren Bildern und Worten.
Die Einflüsse zwischen Japanisch-amerikanischer Kunst führten auch zur Gründung des Genres des japanisch-koreanischen Mangas. Die Vielfalt der kulturellen Ausdrucksformen hat somit einen breiten, vielschichtigen Aspekt in den westlichen Kulturkreisen.
Bezeichnung und Konvention
In Japan gilt die Bezeichnung «Manga» für Comics. Dieser Begriff wird oft als Synonym verwendet, um auch westliche Komik zu bezeichnen, jedoch besteht eine größere Unterscheidung zwischen beiden Formen: Manga ist mehr an japanischen Kulturelementen orientiert.
Die Konvention in Mangas spiegelt die Vielfalt der künstlerischen Interpretation wider. Die Schatten und Konturen in den Bildern werden als Zeichen verwendet, um ein bestimmtes Gefühl oder eine bestimmte Stimmung zu vermitteln. Farben sind ebenfalls wichtig für einen intensiveren Ausdruck.
Bildschirm-Manga (Digital Manga)
Im letzten Jahrzehnt stieg der Einsatz digitaler Veröffentlichungsformen bei Mangas, wodurch es möglich wurde, Comics über digitale Kanäle zu verbreiten. Diese Form wird im Westen besonders als Online-Content bezeichnet.
Die Entwicklung von Webcomics und den zunehmenden Möglichkeiten digitaler Bildung ermöglichen nun für die Künstler neue Wege der Produktion und des Publizierens, wodurch Mangas sogar in Ländern erscheinen können, an denen sie vorher nicht verbreitet wurden.
Herausforderungen und Gegenwart
Manga ist immer noch ein relativ junges Phänomen im internationalen Comicmarkt. Die Herausgeber von westlichen Manga-Magazinen müssen sich oft mit der Vielfalt von Leseerfahrungen auseinandersetzen, die Mangas in Japan entwickelten.
Das Interesse an diesem Medium wuchs seit den 1990er Jahren rasant und hat sich weiterentwickelt. Heute gibt es auch einen Markt für digitale Mangas auf Deutsch und anderen Sprachen; trotzdem blieb das Thema immer noch einer Nische verbunden, die sich jedoch im Laufe der Zeit zunehmend öffnete.
Zusammenfassung
Mangas stellen eine kulturell faszinierende Kunstform dar. Ob es sich um westliche oder japanische Comicproduktionen handelt – beide können ihre eigene besondere Tradition und Präzedenzen haben, die sich manchmal widersprechen.
Der Westen hat seinen Anteil bei der Entwicklung des Mangas hinzugefügt: durch das Umsetzen von eigenen Stoffen in eine andere kulturelle Sprache. Dieser kreativen Versuch wird oft mit einem bestimmten Grad an Verständnis, aber auch Misstrauen begrüßt.
Der Markt für Manga stieg rasant an und führte dazu, dass immer mehr Mangas digital veröffentlicht wurden. Trotz seiner großen Beliebtheit bliebt das Interesse an diesem Kunstwerk relativ stabil, was nicht zuletzt daran liegt, dass sich der Verleger-Markt in dieser Branche von westlichen zu japanischen Unternehmen wandelte.
Die Erforschung dieses Themas gibt einen interessanten Einblick in die verschiedenen Kulturen und ihr Publikum.